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Freud und Leid

Wir freuen uns über die Taufen von:

Freud_2026-07

Wir gratulieren zur Hochzeit von ...

Heirat_2026-06

Wir danken und beten für ....

Leid_2026-07

Liebe Mitchristen

Michael_Wilhelm

„Gute Besserung….!“ - während meines Aufenthalts im Brüderkrankenhaus in Trier mit der OP und der sich anschließenden dreiwöchigen Reha in Bernkastel-Kues habe ich diesen Wunsch ganz, ganz oft gehört. Nach fast drei Monaten habe ich meinen priesterlichen Dienst wieder aufgenommen. Ich staune was medizinisch möglich ist und bin dankbar, dass der linksseitige Tremor gebannt ist und ich dabei ohne Medikamente gut auskomme. Hoffentlich hält es lange an. 

Danken möchte ich auf diesem Weg allen, die in den Tagen meiner Abwesenheit mich vertreten und „Sonderdienste“ übernommen haben. Zudem danke ich allen, die an mich gedacht und für mich und meine Genesung gebetet bzw. ein Opferlicht entzündet haben. Zu wissen und spüren zu dürfen, dass so viele Menschen sich mir verbunden fühlen und ich von ihnen mitgetragen bin, hat gut getan und tut weiterhin gut. 

„Gute Besserung!“ – eine Erkältung bessert sich in der Regel nach einer Zeit wie von selbst. Andere Krankheiten sind hartnäckiger. Manche Krankheiten reißen einen aus dem gewohnten Leben, werfen Lebensfragen auf und sind wie ein „Schuss vor den Bug“. Ist bei Krankheiten, die unheilbar sind, der Wunsch „Gute Besserung!“ eigentlich angebracht? Klingt das nicht wie Hohn? 

Aber kann nicht „Gute Besserung!“ noch etwas anderes, viel Umfassenderes bedeuten? Ich finde, dieser Wunsch ist wie ein ganzheitlicher Segen. Da wird mir gewünscht, dass es mir besser geht im Umgang mit meinem Kranksein und auch im Umgang mit mir selbst! 

In diesem Sinn habe und will ich „Gute Besserung“ verstehen. Jeder noch so kleine Schritt, der mich dabei ein Stück weit vorangebracht hat, war mir Grund zur Dankbarkeit und Freude. 

Nach drei Monaten auferlegter „Auszeit“ freue ich mich auf die Begegnungen mit Ihnen. 

Ihr Pastor Michael Wilhelm