wenn man sich in der Natur so umschaut...der Spätsommer kommt...die ersten Bäume werden braun...die Wiesen sind es sowieso schon. Ja, der Klimawandel hält uns fest in seinen Händen! Für die Früchte, die noch auf den Feldern stehen wird eslangsam trocken.
Der Sommer geht zu Ende und die Natur geht wieder zurück. Aber der Monat September hat noch einiges auf Lager. Genauso wie es den Marienmonat Mai gibt und wir den Rosenkranzmonat Oktober kennen, ist der September der Engelmonat. Wahrscheinlich ist das in der Breite der Bevölkerung gar nicht mehr so bekannt. Der 29. September ist der Festtag für die drei Erzengel Michael – Gabriel – Raphael. Danach gibt es am 2. Oktober das Schutzengelfest.
Interessanterweise haben viele Menschen, die dem Christentum wenig abgewinnen können, doch einen Bezug zu den Engeln. Sie können sich gut vorstellen, dass jeder Mensch einen Engel hat, der einen bewacht, einem zur Seite steht, einen im Leben begleitet. Ein bisschen wie das Bild, das ich früher als Kind über mein Bett hängen hatte, in dem Kinder von einem Engel vor Gefahren bewahrt wurden: Schützende Hände über spielenden Kindern.
Das ist natürlich ein sehr schönes Bild, mit dem man sich gut anfreunden kann. Es gibt da jemanden, der für mich da ist, wenn die Eltern oder andere Menschen fern sind.
Aber die Engel haben in der Bibel noch andere Funktionen. Wie gesagt, wir kennen dort die drei Erzengel Michael – Gabriel – Raphael mit Namen. Vielleicht ist uns der Erzengel Gabriel am bekanntesten: Er ist derjenige, der immer
wieder von Gott gesandt wird, Großes zu verkünden. Er bringt Maria die Botschaft, dass sie den Sohn Gottes empfangen wird... und vorher schon dem Zacharias die Nachricht, dass seine Frau Elisabeth trotz fortgeschrittenen Alters noch einen Sohn empfangen wird, Johannes den Täufer. Zacharias glaubt das nicht und wird deshalb mit Stummheit geschlagen bis zur Geburt des Kindes.
Diese Übermittleraufgabe erinnert ein wenig auch an monarchische Vorstellungen, dass der Fürst oder der König niemals selbst zu seinen Untertanen geht, sondern immer seine Gesandten schickt.
Wie auch immer wir uns das Engelbild verinnerlichen oder vorstellen, es ist wertvoll. In ihm steckt die Hoffnung, dass Gott selbst mit uns durch unser Leben geht, ob mit oder ohne Vermittlung eines Engels!
Ein anderer irdischer Vertreter Gottes auf Erden kommt auch selbst in unsere Nähe... es ist Papst Leo XIV. Er besucht die Stadt Metz in Lothringen am 28. September. Es ist ein Pastoralbesuch. Mit dem Besuch, gerade von Metz, will er den großen Politiker Robert Schuman ehren, der den europäischen Einigungsgedanken nach dem Zweiten Weltkrieg vorangetrieben hat.
Unsere Gemeinde möchte mit einem Bus dorthin fahren...wenn Sie Lust haben mitzukommen, erkundigen Sie sich bitte im Pfarramt, ob es noch freie Plätze im Bus gibt oder ob eine andere Möglichkeit besteht.
Ich möchte Ihnen einen schönen Spätsommer wünschen, beschützt durch Ihren eigenen Schutzengel.
Bernhard Gilles, Gemeindereferent




